Werner Sutter

(*) 21. Dezember 1910 – (†) 14. März 1984

Biografische Eckdaten

Vorname
Werner
Nachname
Sutter
Geburtsdatum
21. Dezember 1910
Geburtsort
Ordinationsdatum
18. März 1939
Ordinationsort
Emeritierungsdatum
01. Juli 1977
Sterbedatum
14. März 1984
Kirchendienst

Kirchenpolitik

Kirchenpolitische Mitgliedschaften

Politik

Rechtskonservative Mitgliedschaften
Ämter in rechtskonservativen Vereinigungen

Pfarramt

Predigten
  • Predigt über Lukas 17, 5-10, gehalten am 04. September 1938 in Kiel-Gaarden (St. Johannes-Kirche)
    "Disposition […] A. Der Glaube hat etwas Erhabenes! / 1) Blick auf das Werden des dritten Reiches. […] C. Haben wir alles getan? / 1) Stärke und Schönheit der Volksgemeinschaft und der Kirche bei gemeinem Glauben. / 2) Blick auf die Glaubenskraft des Führers und unser Wunsch: Herr, stärke uns den Glauben! […] Ausführung […] Liebe Gemeinde! Wir leben in einer großen, herrlichen Zeit. Das heutige Deutschland ist die Frucht, der Lohn eines unerschütterlichen, festen Glaubens weniger Männer, die sich in schwerer Zeit nach 1919 um den Führer scharten. Diese Kämpfer waren von einem festen und starken Glauben beseelt und sehen ihn heute, wie er Gestalt geworden ist unserem herrlichen, erstarkten Deutschland. Während sich Parteien stritten um die Macht, um Gestaltung des entrechteten Vaterlandes, hatte die Kirche sich nicht einzumischen in die schnell vorüberrauschenden Strömungen, in die Leidenschaften der Parteien. Die Kirche hatte die ewigen Grundlagen des Heils und der Wohlfahrt den Einzelnen wie den Völkern der Erde zu verkündigen. Das ist auch heute ihre Aufgabe geblieben! […] Gerade weil der Kirche eine Ewigkeitsaufgabe gestellt ist, muß sie vor Gott und Menschen ihre Stimme erheben, daß ein Volk gedeihe, stark an sittlicher Kraft und neugeboren an religiöser Tiefe. Nur so werden wir der Volkskirche, die unser Führer will, gerecht. […] Gott der Herr hat unser Volk wunderbar geführt! In tiefster Not schenkte er uns den Rufer zur Einheit, den Kämpfer und Erretter, der heute unser Staatsoberhaut ist. In unserem Führer und seiner Bewegung muß dich jedem Volksgenossen deutlich geworden sein, daß ein fester, unerschütterlicher Glaube Berge versetzen kann! In diesem glaubensstarken Deutschland stehen wir Christen als Glieder des Volkes mit unserem Glauben an den Herrn und Heiland Jesus Christus! […] Meine Lieben! Wir brauchen auch Stärkung des Glaubens an unsere eigene Kraft. Ernste Männer weisen uns auf die gewaltigen Aufgaben, die uns erwarten. Sie mahnen uns zu freudiger Hingabe an die Arbeit, zu rüstigem Schaffen an dem, was vor uns liegt. Es gibt kein besseres Mittel gegen alles Zweifeln und Zagen als den Ernst tatkräftiger Arbeit. Die Verzagenden, die Unlustigen sind die Trägen. Sie sollen sich Jesu Bild vor Augen halten mit seinem verzehrenden Eifer, seiner selbstopfernden Liebe! Sie sollen an das Wort denken: Ich muß wirken, solange es Tag ist! Wir müssen alle mitwirken am gemeinsamen Werk, am Bau unserer Volksgemeinschaft, wie am Werden unserer Volkskirche. Wo treibst Du in der Arbeit am Ganzen? […] Wir können keine Menschen gebrauchen, die ausruhen, die nur ihr eigenes Ich sichern wollen, als ginge sie die Gemeinschaft des Volkes nichts an! Wir wollen aber auch nicht solche sein, die auf Gottes Hilfe vertrauen, aber dabei die Hände in den Schoß legen und die Arbeit Gott überlassen! […] Liebe Christen! Wenn wir alle im Glauben stünden, um wieviel schöner wäre die Gemeinschaft unseres Volkes und unserer Kirche! Es würden manche Kräfte des Mißtrauens, des Hasses, der Verbitterung und der Entfremdung überwunden werden können durch die Macht des Glaubens und der Liebe, in die sich der Glaube umsetzt. Würde es nicht noch schöner in unserer Volksgemeinschaft sein, wenn uns alle ein Glaube beseelt, nämlich der, daß Jesus Christus uns versöhnt hat mit Gott, dem Vater, daß er segnend und schützend seine Hände über unseren Führer und über unser Volk hält?! […] Möge Gott der Herr unserem Volke weiterhin den Segen nicht versagen! Er hat uns und aller Welt doch deutlich gezeigt in unserem Führer und seinen Getreuen, daß ein unerschütterlicher Glaube Unmögliches möglich macht! Es war der Glaube der Männer an die Idee des Führers, der sie stark machte für den Kampf. Der Führer empfing die Kraft aus der Höhe, vom Allmächtigen und konnte dieses köstliche Gut weitergeben. Er fühlt sich getragen von der Allmacht Gottes und sein Glaube wird weiterhin in unserem deutschen Volke Gestalt nehmen. Mögen wir alle von solcher Glaubenskraft beseelt sein und nie das Gebet im Aufblick zu Christus vergessen: 'Herr, stärke uns den Glauben!' Amen."

Weiterführende Quellen und Literatur

Quellen
  • Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, 16.20.0 Personalakten (Nordelbien) Nr. 2150-2152
  • Bundesarchiv Berlin, NSDAP-Gaukartei

Metainformationen

Datensatz
JSON-Datensatz

Veröffentlicht am 16. Januar 2022
Zuletzt bearbeitet am 29. Juli 2022
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