Hans Horstmann

(*) 25. Dezember 1909 – (†) 01. März 1949

Biografische Eckdaten

Vorname
Hans
Nachname
Horstmann
Geburtsdatum
25. Dezember 1909
Geburtsort
Ordinationsdatum
03. Mai 1936
Ordinationsort
Emeritierungsdatum
28. Januar 1943
Vermisst an der Ostfront. Versetzung in den Wartestand am 01. März 1949
Sterbedatum
01. März 1949
Kirchendienst
  • Provinzialvikar in Preetz
    Ab 04. April 1937
  • Provinzialvikar in Wewelsfleth
    Ab 01. Juni 1937
  • Provinzialvikar in Borby
    Ab 10. August 1937
  • Pastor in Heide
    17. Oktober 1937 – 01. März 1949

Kirchenpolitik

Kirchenpolitische Mitgliedschaften

Politik

NS-Mitgliedschaften
NS-Ämter
Rechtskonservative Mitgliedschaften
Ämter in rechtskonservativen Vereinigungen

Pfarramt

Konfirmationsunterricht
  • Katechese über Joh. 13, 34-35, gehalten 1934
    "Wir wollen uns heute einmal überlegen, woran man eigentlich einen Christen erkennen kann. Aber zunächst einmal sollt Ihr mir eine Frage beantworten: Woran erkennt Ihr einen Hitlerjungen? – Antwort: An seiner Uniform. – Ja, und zwar wie sieht sie aus? – Antw.: Beschreibung der Uniform. – Nun geht so ein Hitlerjunge ja aber nicht den ganzen Tag in seiner Uniform. Könnt ihr nun auch dann, wenn er Zivil trägt, sehen, dass er Mitglied der HJ ist? – A: Ja, am Abzeichen. – Nun kommt es vor, dass er weder Uniform noch Abzeichen trägt. Gibt es auch dann noch Merkmale, an denen man ihn erkennen kann oder ihn wenigstens müsste erkennen können? – A: Daran, dass er Mut, Entschlossenheit, Treue usw. zeigt. – Das stimmt alles. Ich möchte aber noch ein ganz besonderes und sicheres Merkmal haben. Seht mal, ich ging vor einiger Zeit spazieren, und da sah ich, wie zwei Jungens sich zankten. Dabei rief der eine: Was willst Du überhaupt, Dein Vater ist ja bloss Arbeiter! War der, der das rief, nun ein richtiger Hitlerjunge? – A: Nein! – Warum nicht? – A: Weil er nicht als Nationalsozialist gehandelt hat. Der Nationalsozialist darf den Arbeiter nicht verachten. – Also können wir sagen: Man muss einen Hitlerjungen auch dann, wenn er kein Abzeichen und keine Uniform trägt, erkennen können, und zwar daran, dass er stets als rechter nationalsozialistischer und deutscher Junge handelt. Woran könnt ihr nun aber sehen, dass jemand ein Christ ist?"
Predigten
  • Predigt über 1. Joh. 4, 9-11, gehalten am 26. April 1936 in der Kieler Lutherkirche
    "Damit führt es [=das Textwort] uns aber zugleich in das große Fragen und Suchen, das heute durch unser deutsches Volk hindurchgeht. So wollen wir denn in dieser Morgenstunde versuchen, uns mitten hineinzustellen in dieses Ringen unseres Volkes um seine letzten Bindungen und von dort aus dann das Wort zu hören von der Liebe Gottes […]. Folgt mir denn, daß wir in Gedanken die Mauern dieses Gotteshauses hinter uns lassen und mit einem Blick unser ganzes deutsches Volk zu umfassen suchen. Ein gewaltiges, erschütterndes Bild tut sich vor uns auf: Ein ganzes Volk, das in Schande und Verirrung zu versinken drohte, sammelt sich, strafft sich und trifft nun in festem Gleichschritt in einen neuen Abschnitt seiner Geschichte. Deutschland war in die Irre gegangen, es hatte sich einem fremden, tödlichen Geist ergeben es war im Innern zerrissen in zwei Klassen, die sich auf Tod und Leben bekämpften; es hatte sich losgelöst von den Urgründen des Lebens, von Heimatboden, Blut und Geschichte. Die Bindungen der Familie, des Standes, der Kirche, der Volksgemeinschaft waren zerrissen oder doch weithin in der Auflösung begriffen – wir brauchen nicht fortzufahren, zu deutlich noch steht das Bild des Verfalls uns vor der Seele. Nun aber hat unser Volk den Heimweg angetreten. Geeint im Willen des Führers wendet es sich ab von dem Wege, der es in die Fremde, in Schande und Schmach geführt hatte. Nun will es heimkehren zu den Quellen seines Lebens: heim zu den Werten seines Blutes und seines Bodens, heim zu seiner Art und seiner Rasse, zu den Bindungen an Familie, Stand und Volk. […] Wenn wir in die Tiefen der Seele unseres Volkes hineinhorchen, dann erkennen wir, daß Deutschland nicht nur auf dem Wege in die irdische Heimat ist. Es hat erkannt, daß es irgendwie mit Gott zu tun hat in seiner Rückkehr zu seiner Art, zu Blut und Rasse. Gottes Forderung, Gottes Anspruch an uns ist es, den wir vernehmen in der Stimme unseres Blutes, unseres Bodens; Gott selber ruft uns, wenn unser Volk uns ruft. Wenn wir aber wissen, daß Gott uns damit in seinen Dienst zwingt, daß wir Gott gehorchen, wenn wir ihrem Anspruch folgen, daß wir gegen Ihn sündig werden wenn wir sie gering achten und uns über die hinwegsetzen, dann können wir auf unserem Wege nicht stehen bleiben bei Volk und Rasse, Blut und Boden. […] Unser Weg muß uns zu Gott führen, zur ewigen Heimat, wenn es ein ganzer Heimweg sein soll. Wo aber finden wir den, der alle Welt in seinen Händen hält, der uns erst unser Volk, unser Blut und unsere Rasse gab? Wo ist der Weg, der uns zu dem ewigen Herrn Himmels und der Erden führt zu dem Gott, den wir um seinen Segen bitten können, wenn wir zu Kampf und Arbeit ausziehen, dem wir uns in Anbetung nahen dürfen, um ihm zu danken für den gewonnenen Sieg?"

Weiterführende Quellen und Literatur

Quellen
  • Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, 16.20.0 Personalakten (Nordelbien) Nr. 507, 1682
  • Bundesarchiv Berlin, NSDAP-Gau- und Zentralkartei
Literatur
  • Fuhrmann, Torben: Hans Horstmann: "Nun aber hat unser Volk den Heimweg angetreten. Geeint in dem Willen des Führers wendet es sich ab von dem Wege, der es in die Fremde, in Schande und Schmach geführt hatte". In: Helge-Fabien Hertz (Hrsg.): Multiplikatoren in der NS-Zeit. Schleswig-Holsteinische Pastorenbiografien. Kiel 2023, S. 68-72. https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00003792

Metainformationen

Datensatz
JSON-Datensatz

Veröffentlicht am 8. Januar 2022
Zuletzt bearbeitet am 6. August 2023
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