Erwin Alexander Klaus Adalbert Freytag

(*) 16. April 1907 – (†) 13. Juni 1987

Erwin Freytag
Erwin Freytag. Quelle: Kirchengemeinde Uetersen. Urheber: Nicolaus Bachmann

Biografische Eckdaten

Vorname
Erwin Alexander Klaus Adalbert
Nachname
Freytag
Geburtsdatum
16. April 1907
Geburtsort
Ordinationsdatum
03. Mai 1936
Ordinationsort
Emeritierungsdatum
01. Oktober 1971
Sterbedatum
13. Juni 1987
Sterbeort
Kirchendienst

Kirchenpolitik

Kirchenpolitische Mitgliedschaften

Politik

NS-Ämter

Pfarramt

Konfirmationsunterricht
  • Katechese über Johs. 15, 16, gehalten 1936
    Exemplifizierung der Berufung durch Jesu: "Zeit, in der wir leben. Berufung oder Erwählung in Staate, im politischen Leben, im öffentlichen Leben. Nur der tüchtige, der starke Mann wird erwählt, Jesus Christus nimmt auch die Schwachen, die Kranken an."; "Ganz zu verwerfen ist es, wenn der Mensch Frucht bringen will, weil er hofft, dadurch belohnt zu werden. Das ist jüdisch oder katholisch."
Druckerzeugnisse
  • Essay, 1936, unveröffentlicht, zum Thema "Eigenart und Wert des kirchlichen Unterrichtes neben der nationalpolitischen Erziehung"
    Grundlagen in der nationalpolitischen Erziehung seien beruhend auf den Arbeiten von Prof. E. Krieck "Blut, Rasse und Volkstum": "Wenn wir die Grundlage seiner Erziehung, nämlich Blut und Rasse betrachten, so beruht also sein Erziehungssystem auf biologischen Erkenntnisse. Es wäre aber verfehlt, wenn wir ihm rein materialistische Gesichtspunkte unterschieben wollten. Blut und Rasse sind noch mehr als bloße biologische Größen. Hinein spielen die geistigen und seelischen Bezogenheiten, ja, auch die religiösen. Das Ziel des kirchlichen Unterrichts ist jedoch ganz anders. Dieser Unterricht will den Zögling zur Wort- und Sakramentsgemeinschaft Jesu Christi führen. […] Gerade in der Gegenwart kommen derartige Fälle des Öfteren vor. Lehrer […] erteilen einen völlig bekenntniswidrigen Religionsunterricht […]. Selbstverständlich ist das Neue Testament [beim kirchl. Unterricht] ganz und gar in den Vordergrund zu stellen, weil es hinführt zu Jesus Christus. Auch der alttestamentliche Unterricht hat sich danach einzustellen." Der kirchliche Unterricht habe "auch für Volk, Staat usw. seine Bedeutung. Ich denke dabei besonders an den Katechismusunterricht (1. Art.). Volkstum, Blut, Rasse sind Ordnungen, die uns von Gott gesetzt sind, es sind Geschenke von ihm, die wir heilig halten sollen. Niemals aber sind sie Letztwort. Hier setzt auch immer die Aufgabe des kirchlichen Unterrichts ein, auf den hinzuweisen, der über allem steht, der der Schöpfer von allem ist […]."
Berichte über den Pastor
  • Schreiben des Vikarvaters Pastor Nicolaus Fries vom März 1936
    "Herr Freytag ist 9 Wochen als Vikar bei mir gewesen und hat in dieser Zeit sich vorzugsweise mit der Bearbeitung der Nachweise der arischen Abstammung beschäftigt, wodurch er mich erheblich entlastet hat."

Weiterführende Quellen und Literatur

Quellen
  • Landeskirchliches Archiv der Nordkirche (LKANK), 16.20.0 Personalakten (Nordelbien) Nr. 2693-2694
  • LKANK, 11.11.0 Mobilisierte Geistliche und deren Entnazifizierung (Schleswig-Holstein) Nr. 175
  • Landesarchiv Schleswig-Holstein, Abt. 460 Nr. 7470
Literatur

Metainformationen

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Veröffentlicht am 8. Januar 2022
Zuletzt bearbeitet am 24. Februar 2022
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