Siegfried Samuel Tin-hong Bethke
(*) 19. März 1905 – (†) 24. November 1975
Biografische Eckdaten
Vorname
Siegfried Samuel Tin-hong
Nachname
Bethke
Geburtsdatum
19. März 1905
Geburtsort
Ordinationsdatum
07. April 1929
Ordinationsort
Emeritierungsdatum
01. April 1975
Sterbedatum
24. November 1975
Sterbeort
Kirchendienst
- Missionar in Limchow/China
Ab 1929 - Vorsteher der Missionsstation Pakhoi in Pakhoi
1930 – 1937 - Provinzialvikar in Wöhrden
Ab 14. Mai 1939 - Pastor in Wöhrden
14. April 1940 – 01. April 1975
Kirchenpolitik
Kirchenpolitische Mitgliedschaften
Politik
NS-Mitgliedschaften
- NSDAP – Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
01. Februar 1934 – 1945
Nr. 3401557. Zuvor Mitglied der Auslandsorganisation, Nr. 20132
Pfarramt
Selbstauskünfte
- Bericht, entstanden nach Kriegsende
Siegfried Bethke habe sich am Weihnachtsabend 1942 geweigert, einen russischen Kriegsgefangenen zu beerdigen, Bethke: "Nun ist es so gewesen, daß verstorbene russische Kriegsgefangene auf unsern Friedhöfen beigesetzt werden mußten. Die diesbezügliche Rundverfügung des Landeskirchenamtes schrieb aber vor, daß die Russengräber für sich angelegt werden mußten und nicht mit andern Gräbern zusammen sein durften."
Berichte über den Pastor
- Zeitungsartikel aus den "Kieler Nachrichten" von 1966
Bethke als "unverbesserliche[n] Nazi[]" und "ewig Gestrig[r]" beteilt: Bethke habe Abiturient*innen auf der Abiturientenentlassungsfeier dazu aufgerufen, "nicht eher zu ruhen, bis das Diktat der Siegermächte, die Kleinstaaterei, wieder abgeschafft worden sei. […] Es werde immer soviel von der 'Bewältigung der Vergangenheit' geredet. Hiermit meine man meistens die Zeit von 1933 bis 1945. Es sei aber an der Zeit, daß endlich die Vergangenheit ab 1945 bewältigt werde. Die 'sogenannten Siegermächte' hätten Deutschland nach 1945 nach dem Grundsatz 'Teile und herrsche!' zerschlagen und uns die deutsche 'Kleinstaaterei' aufgezwungen, um Deutschland auf ewig schwach zu halten." Hier wurde eine "Aufforderung an die Abiturienten, verfassungsfeindlich aktiv zu werden", erblickt. "Herr Pastor Bethke erwiderte darauf, daß das Grundgesetz uns von den Alliierten aufgezwungen worden sei und daher auch wieder umgestoßen werden könne […]. Sie [=die Ausführungen von Bethke] erwecken bei uns den Eindruck, als ob die eigentlichen Verbrecher die Alliierten nach 1945 und nicht die Nationalsozialisten vor 1945 gewesen seien."
Weiterführende Quellen und Literatur
Quellen
- Landeskirchliches Archiv der Nordkirche (LKANK), 16.20.0 Personalakten (Nordelbien) Nr. 75-76
- LKANK, 11.11.0 Mobilisierte Geistliche und deren Entnazifizierung (Schleswig-Holstein) Nr. 41
- Landesarchiv Schleswig-Holstein, Abt. 460 Nr. 7274
- Bundesarchiv Berlin, NSDAP-Gaukartei
Metainformationen
Datensatz
JSON-Datensatz
Veröffentlicht am 4. Januar 2022
Zuletzt bearbeitet am 24. Februar 2022
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