Wilhelm Karl Früchting

(*) 06. August 1910 – (†) 02. Oktober 1941

Biografische Eckdaten

Vorname
Wilhelm Karl
Nachname
Früchting
Geburtsdatum
06. August 1910
Geburtsort
Ordinationsdatum
06. November 1938
Ordinationsort
Sterbedatum
02. Oktober 1941
Kirchendienst
  • Provinzialvikar in Seester
    Ab 1938
  • Pastor in Seester
    16. Juli 1939 – 02. Oktober 1941

Kirchenpolitik

Kirchenpolitische Mitgliedschaften

Politik

Pfarramt

Predigten
  • Predigt über 1. Kor. 1, 21-25, gehalten am Ostersonntag 1936 in Flemhude
    "Ganz ist Paulus zwar nicht mit ihnen [=Gemeinde in Korinth] zufrieden. Wundert es uns, dass Unstimmigkeiten ausbrechen, wo ein derartiges Völkergemisch auch in der Gemeinde zusammengewürfelt ist? Das ist nur zu natürlich, und wir könnten Parallelen genug dazu anführen, und wir wissen auch, dass innere Reibereien nur zur Herausstellung der Wahrheit dienen können." Die Juden werden als "das verwirrte Volk" dargestellt, das "Gottes Willen [hätte] erkennen können. Aber das Volk wollte nicht hören. Seine eigene Weisheit war ihm selbst hinderlich daran". Sie hätten "sich selber verherrlicht, sich selbst zum Herrn und Richter, ja sich selbst zu einem Gott über andere Menschen gesetzt. Sie erkannten die Weisheit Gottes nicht! […] Sein [=Jesu] Erfolg war aber – so wird es uns überall gesagt –: Wenige glaubten an ihn, viele wurden umso härter verstockt. Jesus aber konnte nicht nachgeben. Er wusste, dass des Menschen Heil davon abhängt, dass sie sein Wesen, seine eigentliche Aufgabe erkennen […]. Die Menschenwelt zerfiel in den Augen des Paulus in zwei Hälften, die Juden und die Griechen. Die Juden betrachteten sich als das auserwählte Volk Gottes. Wir sahen vorhin schon, wie sie sich zum Richter über andere Völker setzten und sie verachteten. Die Samariter sind uns ein bekanntes Beispiel dafür. Alle, die nicht Juden waren, waren die verworfenen Barbaren. […] Die Juden erwarteten einen Messias, der die Weltherrschaft der Juden herbeiführen sollte. […] Aber als er [=Jesus] ihnen kundtat, dass er etwas ganz anderes will, da verachten, töten sie ihn als einen Gotteslästerer. Was die Griechen und Juden verbindet, ist der Unglaube. […] Wieviele Menschen gibt es heute gerade unter unsern lieben Volksgenossen, die glauben, das offen sagen zu müssen! Aber wenn sie die Juden auch noch so sehr hassen, so marschieren die hier, wo es um Tod und Leben geht, mit ihnen Arm in Arm. Gemeinsam mit den Juden schreien sie: Kreuzige ihn! Kreuzige ihn! Tot mit ihm! Er verdirbt unser Volk, unsere Sittlichkeit! Was haben die Juden Christus damals anderes entgegengeschrien?"

Weiterführende Quellen und Literatur

Quellen
  • Landeskirchliches Archiv der Nordkirche (LKANK), 16.20.0 Personalakten (Nordelbien) Nr. 284
  • LKANK, 11.11.0 Mobilisierte Geistliche und deren Entnazifizierung (Schleswig-Holstein) Nr. 179

Metainformationen

Datensatz
JSON-Datensatz

Veröffentlicht am 8. Januar 2022
Zuletzt bearbeitet am 21. Januar 2022
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